Lieferantenmanagement



Wenn Unternehmen bei der Erarbeitung einer Lieferantenstrategie oder einer Lieferantenbewertung feststellen, dass ein Lieferant den heutigen oder zukünftigen Anforderungen nicht aus eigener Kraft gerecht werden kann, er folglich ein „zu schwaches Glied“ in der Supply Chain bildet, so ist das Unternehmen gefordert. Wenn darüber hinaus aktuelle Probleme, z. B. in Bezug auf Lieferfähigkeit oder Qualität der Beschaffungsobjekte, vorliegen, kann außerdem ein dringender Handlungsbedarf gegeben sein. Hier setzt die Dienstleistung der QPMTEC Management Consulting & Engineering bezüglich Lieferantenmanagement an. Es geht dann nicht um die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen, sondern um die Vermeidung eines Schadens für andere Unternehmen in der Supply Chain.

Gerade in der Automobilindustrie (Zulieferindustrie) befinden sich viele Unternehmen in einer derartigen Situation, die mit den stets größer werdenden Anforderungen an die Lieferanten immer häufiger eintreten kann, so haben sie grundsätzlich drei Möglichkeiten, die Supply Chain wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Welche der drei Alternativen ein Unternehmen verfolgen sollte, hängt stark vom Produkt, den Technologien, der Situation auf dem Beschaffungsmarkt und vom beschaffungslogistischen Konzept ab.

1. Übernahme des Lieferanten (In- Sourcing): Das Unternehmen würde bei dieser Alternative entweder den „schwachen“ Lieferanten übernehmen und damit ein bisher von ihm bezogenes Produkt selbst fertigen, oder die Technologie ohne das Zutun des Lieferanten im eigenen Hause aufbauen. Da aber die Integration eines Lieferanten ein schwieriger, kostenaufwendiger und auch risikoreicher Vorgang sein kann, sollte sie nur in Ausnahmefällen, z. B. bei innovativen Produkten oder Prozesstechnologien, in Erwägung gezogen werden. Ferner widerspricht diese Möglichkeit dem allgemeinen Trend der Konzentration auf die Kernkompetenzen.

2. Wechsel des Lieferanten (Re- Sourcing): Möglichkeiten und Erfolgsaussichten eines Lieferantenwechsels hängen stark vom bezogenen Teilespektrum, vom Lebenszyklus des Produktes und von den verfügbaren Alternativlieferanten ab. Bei standardisierten, unkritischen Beschaffungsobjekten ist der Wechsel des Lieferanten häufig die bevorzugte Alternative. Im Gegensatz dazu kann bei gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnissen, langjährigen Geschäftsbeziehungen oder bei komplexen Objekt- Sourcing- Strategien ein Lieferantenwechsel mit hohen Kosten verbunden sein.

3. Lieferantenentwicklung (Supplier Development): Die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Lieferanten durch Maßnahmen der Lieferantenentwicklung stellt die dritte Alternative dar. Sie bietet sich an, wenn von Lieferanten Produkte oder Technologien bezogen werden, die zukünftig zu Wettbewerbsvorteilen für das Unternehmen führen können, oder wenn Lieferanten logistisch stark in das eigene Unternehmen integriert sind.

Vielfach ist ein Wechsel des Lieferanten nicht gewünscht bzw. keine ökonomisch sinnvolle Option. Spezifische Investitionen in den Lieferanten lassen sich nicht oder nur zum Teil rückgängig machen, sodass die Kosten des Wechsels signifikant steigen. Unternehmen wählen deshalb zunehmend die Option der Lieferantenentwicklung und bekennen sich zu einer partnerschaftlichen Beziehung zum Lieferanten. Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Vorgehensweise in vielen Punkten Erfolg versprechend ist, da sie z. B. zu besseren Leistungen des Lieferanten und intensiveren Kunden- /Lieferanten- Beziehungen führen kann, welche wiederum die Wettbewerbsfähigkeit des Abnehmers verbessern.

Lieferantenentwicklung umfasst diejenigen Tätigkeiten eines Unternehmens, welche die Leistung und/oder Fähigkeit eines Lieferanten steigern und so kurz- und/oder langfristig eine leistungsfähige Lieferantenbasis und die Versorgungssicherheit des Unternehmens sichern. Dies schließt eine Reihe möglicher Entwicklungsaktivitäten ein. Charakteristisch für alle Ausprägungen der Lieferantenentwicklung sind folgende drei Punkte

1. Der Abnehmer tritt in Vorleistung, da er sich durch die Entwicklungsaktivitäten bessere Leistungen des Lieferanten hinsichtlich Kosten, Qualität und Liefererfüllung erhofft.

2. Der Abnehmer unterstützt den Lieferanten aktiv durch entsprechende Maßnahmen.

3. Der Abnehmer signalisiert dem Lieferanten Interesse an einer dauerhaften Beziehung.

 

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