Eine Sorge weniger.......






Denn wir haben Ihre Ressourcen.

Was machen Sie bei personellen Engpässen im Management? Es ist verzwickt: Einerseits müsste die Position dringend besetzt werden, andererseits lohnt es sich nicht, "für die kurze Zeit" jemanden fest einzustellen. Und dann dauern die einzeln Phasen im Produktentstehungsprozess doch länger als erwartet, und der Produktionsstart (SoP) ist in Gefahr. Termine, Qualität und Kosten sind nicht mehr im Plan. Ihr Target Costing läuft aus dem Runder und ein Imageverlust am Markt sind die Folgen.

Unser Angebot: Produktions- und projekterfahrende QM-Auditoren und Projektmanager ( DGQ und IPMA zertifiziert), die auf allen Positionen schnell und voll einsatzbereit sind. Sei es im Produktentstehungsprozess (F&E), in der Produktion, im Beschaffungsmanagement, im Reklamations- und Lieferantenmanagement oder im Anlaufmanagement.

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Wir hoffen, Sie haben nun eine Sorge weniger.

 



Personalmarktentwicklung



In Anbetracht des sich seit einigen Jahren rasant entwickelnden Personalbedarfs im QM- Bereich fehlt es an Nachwuchs, der den vielfältigen Anforderungen gewachsen ist. Von schätzungsweise 20 %, welche die neuen Anforderungen erfüllen, steht dem Stellenmarkt derzeit nur ein Bruchteil zur Verfügung ‑ der Rest ist fest an Unternehmen gebunden. Einem Großteil der Qualitätsmanager fehlt es an Wechselbereitschaft und Mobilität. Der aus diesen Gründen winzige Bewerberpool kann die ungleich größere Nachfrage nicht befriedigen.Das mangelnde Angebot auf dem Arbeitsmarkt ist vor allem auf drei Gründe zurückzuführen:

1. auf eine in den kommenden Jahren anstehende Pensionierungswelle sowie auf den demografischen Wandel der deutschen Gesellschaft
2. auf Imageprobleme des Qualitätswesens
3. auf einen allgemeinen Ingenieurmangel in Deutschland.

Auf dem QM- Arbeitsmarkt ist in naher Zukunft mit einer Pensionierungswelle zu rechnen. Ein Großteil der heutigen Qualitätsmanager ist älter als 50 Jahre. Auf dem Arbeitsmarkt Qualitätsmanagement sind seit einigen Jahren, anders als bei Ingenieuren in anderen Bereichen, ältere Mitarbeiter gefragt wie nie zuvor.Der Grund ist in dem gewandelten Berufsbild des Qualitätsmanagers zu suchen. Was im Qualitätswesen so händeringend gesucht wird, bringen vor allem Arbeitnehmer mit Erfahrung mit: Die richtige Mischung aus Fachwissen und „Soft Skills“. Denn bestimmte Leistungsvoraussetzungen wie Lebens- und Berufserfahrung, betriebsspezifisches Wissen, Urteilsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Besonnenheit, Qualitätsbewusstsein, Pflicht- und Verantwortungsgefühl sowie eine positive Arbeitseinstellung nehmen mit fortgeschrittenem Alter zu. Für Unternehmen sind diese Fähigkeiten wichtiges strategisches Erfahrungswissen, das sie angesichts des demografischen Wandels in Zukunft werden nutzen müssen. Schätzungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge wird der Anteil der über 60- Jährigen von 22,38 % im Jahre 1998 auf etwa 44 % im Jahre 2050 ansteigen. Einer Umfrage der „VDI Nachrichten“ und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge rechnen acht von zehn Unternehmen mit massiven Nachwuchsproblemen in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Vielen Unternehmen gelingt es mittlerweile mithilfe des sogenannten Diversity Managements, den Altersmix ihrer Belegschaften gezielt zu nutzen und sich so den demografischen Wandel zum Vorteil zu machen.

Häufig bringen daher ältere Bewerber bessere Vorraussetzungen mit als die jüngere Konkurrenz: ausgeprägte Führungskompetenzen und eine mit der Zeit gewachsene natürliche Autorität, die bei Kunden und Lieferanten Respekt und Glaubwürdigkeit schafft und auch firmenintern für Durchsetzungskraft sorgt. Zudem sind ältere Qualitätsmanager oftmals reisefreudiger als die jungen Kollegen, da sie ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben (Reppesgaard 2006, Schmitz 2006, S. 23). Wenn aber diese Führungskräfte in naher Zukunft in Pension gehen werden, entsteht auf dem QM- Arbeitsmarkt zusätzlicher Bedarf.
Das Qualitätswesen ist besser als sein Ruf. Bedauerlicherweise hat dieses so zukunftsträchtige Berufsfeld mit enormen Imageproblemen zu kämpfen. Bei vielen Mitarbeitern anderer Abteilungen gelten die Qualitäter als sture Bürokraten und lästige Prüfer, die bar jeden praktischen Verständnisses ihre Normenvorgaben durchpeitschen. Dies hindert Berufstätige in Abteilungen wie Entwicklung, Vertrieb oder Produktion, sich für Aufgaben im Qualitätsmanagement weiterzubilden.
Die Arbeit in führenden Positionen im Qualitätswesen beinhaltet jedoch keineswegs nur langweilige Bürokratie. Im Gegenteil: Durch den erhöhten Stellenwert des Qualitätswesens hat sich der Beruf des Qualitätsmanagers maßgeblich hinsichtlich Vielfältigkeit, Anspruch und Prestige gewandelt.

Auch junger Nachwuchs ist kaum in Sicht, unter anderem weil das Qualitätsmanagement nicht im Rahmen einer konkreten Ausbildung zu erlernen ist. Zur Nachwuchsrekrutierung bieten sich Studenten technischer Fächer an. Aber auch an den Universitäten genießt das Qualitätswesen keinen besonders guten Ruf. Kaum ein Student der relevanten Fächer kann sich unter dem Qualitätswesen überhaupt etwas vorstellen. In Vorlesungen und Kursen wird das Thema höchstens marginal behandelt. Den Platz, der dem Qualitätsmanagement in den Stundenplänen eingeräumt ist, wird der Bedeutung, die dieses Berufsfeld mittlerweile erlangt hat, keinesfalls gerecht. Der infrage kommende Nachwuchs kennt die tatsächlichen Aufgaben eines Qualitätsmanagers kaum und kann daher auch kein Interesse für diesen Beruf entwickeln.
Auch der allgemeine Ingenieurmangel in Deutschland hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt Qualitätsmanagement. Dem deutschen Arbeitsmarkt fehlt es allgemein an Ingenieuren; Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Fachkräften.
Die Situation ist paradox. Einerseits meldete die Bundesagentur für Arbeit Anfang 2006 um die 65.000 arbeitslose Ingenieure. Andererseits waren laut einer Arbeitsmarktstudie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) zu diesem Zeitpunkt 15.000 Ingenieursstellen nicht besetzt. Angesichts der großen Zahl arbeitsloser Ingenieure müsste eigentlich genügend Potenzial vorhanden sein, um den Bedarf zu decken. Aufschluss über diese Ungereimtheit gibt wiederum der VDI: Schwierigkeiten bei der Besetzung vakanter Ingenieurstellen werden von den meisten Unternehmen auf mangelnde Branchenkenntnisse der Bewerber, fehlende fachliche Qualifikation und Berufserfahrung zurückgeführt (Göricke 14./15. Jan. 2006).


 

Abb.: Gründe für die Schwierigkeiten bei der Besetzung von Ingenieurstellen; Bewertung auf einer Skala: „0“ trifft überhaupt nicht zu, „100“ trifft voll und ganz zu (Quelle: VDI, Ingenieurstudie 2005)


Das größte Problem ist sicherlich der fehlende Nachwuchs. Besonders eklatant ist die Situation in der Elektronik. Die deutsche Industrie vermeldet im Jahr 2006 einen Bedarf von mindestens 10.000 Berufseinsteigern in diesem Bereich ‑ 8000 Elektronikabsolventen stehen diesem Bedarf gegenüber. Einer Studie des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) zufolge können etwa 20 % der Unternehmen diese Ingenieurlücke nicht schließen. Betroffen ist vor allem der Mittelstand: 60 % der kleinen und mittleren Unternehmen sind auf der verzweifelten Suche nach Elektronikexperten. Auch das Institut der deutschen Wirtschaft schlug kürzlich Alarm: Ein Viertel aller Unternehmen rechnet laut einer Studie des Instituts mit einem zukünftigen Fachkräftemangel. Zwar kann der Branchenverband VDE Deutschland für 2005 noch Spitzenplätze im internationalen Vergleich attestieren, doch sieht die Zukunft düster aus, wenn nicht bald die Absolventenzahl in diesem Bereich steigt (Bein 2005).

Obwohl die Karriereaussichten für Ingenieure in den meisten Bereichen (abgesehen von der immer noch krisengeplagten Baubranche) heute besser sind denn je und Ingenieure als Erfolgsgaranten für Unternehmen gelten, nimmt die Zahl der Studienanfänger und Absolventen ab. Im Wintersemester 2005/06 haben sich in den relevanten Fächern weniger Studenten eingeschrieben als noch im Vorjahr. Hinzu kommen steigende Abbrecherquoten. Besonders hoch war der Rückgang mit 11 % bei den Elektrotechnikern, der Maschinenbau verzeichnet 7 % weniger Studienanfänger. Die Zahl der Absolventen liegt um ein gutes Fünftel unter dem Niveau von 1994. Im Jahr 1995 entschied sich noch jeder Fünfte für ein Ingenieurstudium, im März 2006 waren es nur noch 16 % (Gillmann 2006).

Das Thema hat bereits Einzug in das Problembewusstsein der Führungsetagen gehalten: Klaus Kleinfeld, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, berichtete Anfang 2006, der Konzern habe im Jahr zuvor zwar 8300 Mitarbeiter allein in Deutschland eingestellt, dennoch seien 2400 Stellen unbesetzt geblieben. Die Folge: Immer mehr Firmen planen Produktionsverlagerungen ins Ausland ‑ für das Qualitätsmanagement eine enorme Herausforderung. Außerdem rekrutieren immer mehr deutsche Unternehmen ausländische Fachkräfte, um den Bedarf an Ingenieuren im Inland zu decken. Fatal für das Qualitätswesen ist auch ein weiteres Problem. Durch den drohenden Verlust des Vorteils für den Technologiestandort Deutschland sparen viele Unternehmen an der falschen Stelle: am Qualitätsmanagement. Schon jetzt hat die deutsche Qualitätsinitiative an Fahrt verloren, obwohl eine aktuelle Studie der Mainzer Forum Marktforschung im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) eindeutig beweist, dass sich Qualitätsdenken im Betrieb langfristig rechnet (Leimbach 2006).
Der fehlende Nachwuchs macht sich besonders auch im Qualitätswesen bemerkbar. Unternehmen suchen dringend passende Bewerber für Führungspositionen im Qualitätsmanagement und haben bei der Besetzung vakanter Stellen mit den herkömmlichen Suchmethoden wie Anzeigenschaltung selten Erfolg. Unter dem raren Angebot die wirklich 100 %ig passenden Bewerber herauszufinden, die allen Anforderungen gerecht werden und unter anderem über die erforderlichen Branchen- und Produktkenntnisse verfügen, gelingt meist nur noch mithilfe spezialisierter Personalberatungen.